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 elckerlyck  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-10-11 13:14   
Das Deichschaf ist eine norddeutsche Kamel-Art.
Die Tiere haben unterschiedlich lange Beine, damit sie nicht umkippen. Ihr Lebensraum sind die 30 - 60 Grad geneigten Deich-hänge.
Ihr dichtes wolliges Fell ist eine Anpassung an den häufig vorherrschenden Nebel, damit überstehen sie die Nebel-bedingten Zusammenstösse in der Regel unbeschadet.
Nur durch das Deichschaf konnte der Beruf des Schafwenders geschaffen werden. Er wird ausschließlich in den hochalpinen norddeutschen Gebirgshängen (Deich) ausgeübt.

Der Schafwender ist ein Spezialberuf, der ausschließlich im norddeutschen Raum heimisch ist. Durch die unterschiedlich langen Beine der Deichschafe sind diese nur in der Lage in einer Richtung an der Schräge des Deiches entlangzulaufen. Daher wird in regelmäßigen Abständen, vor allem an der Grenze zu Holland der Schafwender eingesetzt. Er nimmt das Schaf mittels Hebezeug (Schafheber) auf und transportiert es auf die andere Seite des Deiches, wo es seinen Weg in der entgegengesetzten Richtung fortsetzen kann.
Die Gefahr an der höllandischen Grenze ist groß, da ab dort der Deich mit Kamelanabis bewachsen ist.

Hanfschafe werden Deichschafe in Holland genannt. Hanfschafe ernähren sich von Kamelanabis (Futtern sie zuviel davon, kann es schonmal sein, dass sie grün werden oder noch seltsamere Farben annehmen.) und schweben in einer Wolke aus Nebel über den Deich Da sie dafür keine Beine benötigen, ist der auch der Beruf des Schafwenders in Holland nur noch selten anzutreffen.


 
 bovi  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-10-01 21:42   
Elcky, aber hallo????
 
 Fredi  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-10-01 18:53   
Guet!

 
 elckerlyck  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-10-01 16:43   
Ein Schweizer Ehepaar in London

Ein Schweizer Ehepaar kommt zwecks Urlaub am Londoner Flughafen an und nimmt sich ein Taxi zum Hotel. Die Fahrt dauert etwas länger und daher denkt sich der Taxifahrer, er müsse jetzt etwas Konversation machen.
Er fragt also nach hinten: „Where are you from?“
Sagt der Mann: „We are from Switzerland.“
Fragt sie, die kein Wort Englisch versteht: „Was hat er gesagt?“
Er: „Er hat uns gefragt, wo wir her kommen, und ich habe ihm gesagt, dass wir aus der Schweiz sind.“
Nach einer Weile fragt der Fahrer: „And where do you live in Switzerland?“
„We live in Basel.“
Sie wieder: “Was hat er gesagt?”
Er, schon leicht frustriert: „Er hat gefragt, wo wir in der Schweiz leben, und ich sagte ihm, in Basel.“
Sagt der Fahrer: „Oh, my god, in Basel I had the worst f*ck in my life!“
Sie: “Was hat er gesagt?”
Er: „Er hat gesagt, er kennt Dich!“

 
 maber  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-08-25 19:53   
Da soll noch jemand sagen:-):
Deutsche Sprache, schwere Sprache...

Auszüge aus Briefen, die das Wohnungs- bzw. Sozialamt erreichten:

Ich habe den Rheumatismus und ein Kind von 4 Jahren, was auf die Feuchtigkeit zurückzuführen ist.

Ich möchte eine Wohnung angewiesen bekommen, da ich großen Heiratsdrang in mir verspüre.

In dieser Wohnung kann ich nicht bleiben, da ich dauernd der Sittlichkeit ausgesetzt bin.

Ich habe eine Tochter und 4 Söhne und wir sind alle so beschränkt, dass wir nur 2 Betten aufstellen können. In einem Bett schlafen die Jungs, in dem anderen meine Tochter und ich, was schon gegen das Zuchthaus ist.

Ich bin seit 2 Monaten verheiratet und habe noch keine Familienwohnung. Meine Frau ist in anderen Umständen. Nun frage ich Sie: „Muss das sein?“ Ich muss Sie bitten, mich innerhalb von 8 Tagen zu befriedigen, sonst muss ich mich an die Öffentlichkeit wenden.

Mein Mann macht keine Geschäfte mehr, wenn er mal eins macht, dann sind es nur Tropfen auf dem heißen Stein.

Hiermit stelle ich einen Antrag auf ein Bett mit Inhalt. In der Kammer schläft meine Tochter und über ihr die Gasuhr. Dieselbe kommt in einem Monat nieder. Nun frage ich: „Wohin mit ihr?“

Frau Müller lässt dauernd ihr Wasser mit lautem Getöse laufen. Ich bitte, einen Mann zu schicken, der Abhilfe schafft.

Mein Mann braucht dringend eine neue Hose für seine Tätigkeit als Musiker, da er in der alten keine Musik mehr machen kann.

Gegenüber von uns ist ein Heim für gebärende Mütter. Eine Gebärmutter lag im Fenster und winkte mir freundlich zu.

Der Beamte, der meine Kohlen abgelehnt hat, soll mal im Winter bei mir schlafen, damit er fühlt, was für ein kaltes Loch ich habe.

Ich, 72 Jahre alt, meine Frau 68, wir haben 9 Kinder gezeugt und tun unsere Pflicht noch heute, aber bei dem Schnee und der Kälte ist es ohne Schuhe nicht mehr möglich.

Ich bitte dringend, mir einen Elektriker zu schicken, sonst muss ich in der nächsten Nacht wieder die Kerze nehmen

 
 Ferencz Zsuzsanna  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-04-14 04:51   
Gute Maedchen gehen in den Himmel, schlechte Maedchen gehen überall hin.
 
 elckerlyck  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-03-19 11:00   
Betrunkener Panzerfahrer hält Polizei in Atem


Heidenau. Ein betrunkener Panzerfahrer hat die Polizei in Heidenau am Mittwochabend in Atem gehalten. Anwohner hatten die Beamten darüber informiert, dass ein Panzer T 34 auf der Straße fuhr. Ein betrunkener Mann hatte das Kampffahrzeug vermutlich von seinem Firmengelände aus auf die Straße gesteuert, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der 32-Jährige habe bei einem Wendemanöver eine Mauer und einen angrenzenden Schuppen eingerissen.
Auf dem Gelände einer Gerüstbaufirma hat der abgerüstete, aber fahrtaugliche Panzer als Sammlerstück gestanden. Nach Angaben der Polizei darf der Besitzer das Fahrzeug auf seinem Gelände, jedoch nicht auf öffentlichen Straßen fahren. Die Alkoholprobe des mutmaßlichen Fahrers ergab 2,39 Promille.
(ddp)
18.3.2004

http://www.freiepresse.de/TEXTE/NACHRICHTEN/SACHSEN/HP_SACHSEN/TEXTE/781083.html


Spritztour mit dem Panzer
Heidenauer T 34-Besitzer weiß nicht mehr so genau, wer in seinem Lieblingsfahrzeug unterwegs war
Von Martin Busche

In Heidenau war Mittwochabend ein echter Panzer zu bestaunen. Mitten auf der Naumannstraße, mit großem rotem Stern an der Seite. Ganz so wie früher. Doch die scheinbare Aggression entpuppte sich diesmal als simpler Betriebsunfall, behauptete zumindest Panzerbesitzer Jörn Bindig treuherzig. Er habe mit dem Panzer nur seinen Schuppen abreißen wollen, sei dabei zufällig auf die Naumannstraße gekommen und habe beim Wenden eine Mauer gestreift, so Bindig zur SZ. „Nichts besonderes also“, fand der Gerüstbauer und schon gar kein Grund für so einen Publikumsauflauf.

Die Massen sahen das aber anders und fanden die Aktion gar nicht lustig. Sie alarmierten deshalb die Polizei, als der T 34 durch die Naumannstraße ratterte. Doch die konnte auch nichts mehr ausrichten. So schnell wie sie kam, war die Blitz-Invasion schon wieder vorbei und der stählerne Koloss wieder in Bindigs großem Garten geparkt.

Wer den Riesen gefahren hat, ist noch nicht bekannt. Bindig selbst will es nicht gewesen sein, hatte dafür auch etwas viel Alkohol getankt: knapp drei Promille. „Ich verleihe den Panzer gern an Freunde“, so der Panzerfreund zur Polizei. Vorher fragen müssten seine Kumpels nicht. Hauptsache das gute Stück Stahl komme heil wieder zurück.

Den Panzer hat Bindig vor Jahren im Museum erstanden. Als echtes Schnäppchen – „für den Gegenwert eines Mittelklasseautos“. Den letzten ernsthaften Einsatz gab es zur Flut.

Wenn der 32-jährige Handwerker Lust hat, dreht er auch selbst mal eine Runde mit dem Gefährt. Sein Grund und Boden ist Industriegelände, also groß genug dafür. Verboten ist das nicht. „Jeder darf auf seinem Grundstück machen, was er will“, sagt der Pirnaer Rechtsanwalt Hans Hüsken, der auf öffentliches Recht spezialisiert ist. Problematisch sei nur der Lärm.

„Wenn Nachbarn sich beschweren, wird es eng“, ergänzt Torsten Walther vom Heidenauer Ordnungsamt. Wenn der Panzer zugelassen ist, dürfe er sogar auf einer öffentlichen Straße fahren. Walther: „Panzer werden aber nicht zugelassen.“

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=586039

 
 elckerlyck  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-02-10 22:03   
Lebt er noch?
 
 Ribizli  módosítás |   válasz erre |   profil |  2004-02-08 00:01   
Elky, falls du einen Zeugen suchst, ich kenne jemanden, der dabei war...
 
 Ferencz Zsuzsanna  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-11-19 05:52   
Lieber Elky,
das ist eine schöne Geschichte. Vielleicht auch Stoff für einen Kurzfilm?

 
 elckerlyck  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-11-18 20:12   
In Budapest haben Studenten und Bauarbeiter einen Leichnam, den sie im Gartenhaus der Universität der Künste vorfanden, als moderne Kunst gedeutet. Deshalb hätten sie erst mit eintägiger Verspätung die Polizei verständigt, berichteten ungarische Zeitungen am Wochenende unter Berufung auf die Polizei.

Das Gartenhaus war den Angaben zufolge nach fünfjähriger Schließung für Renovierungsarbeiten erstmals wieder betreten worden. Der Erhängte sei bereits seit mindestens einem Jahr tot gewesen, hieß es weiter.

Erst nach längerem Betrachten des Leichnams sei den Studenten und Arbeitern klar geworden, dass es sich nicht um Kunst handle. Das Gelände der Kunsthochschule ist mit Skulpturen übersät.

(Quelle: focus-online)

 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-06-15 11:33   
2003-05-28 18:05, elckerlyck:
-
Nein, Sauertopf-Topic von Schorokschar. Evtl. Sauerbraten-, Sauerkirsch-, Sauerpfeife-, Saure Mine Topic ...

 
 elckerlyck  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-28 18:05   
Wat nu? Stottertopic, oder was?
 
 ExMONTag  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-28 17:34   
2003-05-28 13:40, Fredi:
-
2003-05-28 13:39, Fredi:
-

Also, doch "lieber sympathisch als Badisch"
Jetzt weis ich wirklich nicht wer uns „ Rein g` schmeckte“ Deutsch beibringen soll




 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-28 16:49   
2003-05-28 13:40, Fredi:
-
Schweizer und Voralberger sind auch Alemannen. Die sog. "Walser". Auch die Elsässer sprechen Alemannisch. Nur die Schweizer nennen Alemannisch bescheiden "Schweizerdeutsch".
Ihr werdet staunen: es gibt ein sog. "Schweizerhochdeutsch"! Dies ist nichts anderes, als eine Art grammatikalisch erbärmlich gesprochenes Hochdeutsch
Wir parken nicht, wir "parkieren" und "grillieren". Die erstaunlichste Redewendung die ich jeden Abend am Fernsehen geniessen darf ist "Danke für ihres(sic!) Interesse!"
Anstatt "Ungarn" habe x-mal "Ungaren" gelesen im Tages-Anzeiger

 
 Fredi  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-28 13:39   
Bitte sollt Ihr die Allemanen (Badener)nicht vergessen.
Die sind schlimmer wie die Schweizer und Schwaben zusammen.

 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-28 00:29   
2003-05-24 23:44, anri:
-
Nun, ausser Schweizer und Schwaben können noch viele kein Deutsch. Die Frage ist jedoch wieviele der Deutsch unkundigen verfügen über die masslose Selbstüberschätzung dasselbe anderen beibringen zu wollen?
Im Übrigen die Schweizer können nicht einmal Schweizerdeutsch. Jede Helvetier verdreht dieses wahrlich unsäglichen Dialekt nach eigenem Gusto.

 
 ExMONTag  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-24 23:44   
Also, die Schweizer sind doch verkappter Schwaben die können nämlich auch alles außer Hochdeutsch
 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-24 16:05   
2003-05-14 19:18, Fredi:
-
"Ich gebe zu ich bin reingefallen. Realität und Satire sind so nah, dass man unheimlich schwierig zu unterscheiden ist. Witzig sind die beiden am wenigsten."

Da bin ich auch unsicher ob ich lachen oder Weinen soll

Ein Inserat und Artikel wieder aus dem Tages-Anzeiger die sehr gut Einblick gewähren in die Seelenlandschaft der Schweiz

Das Inserat

Hauswirtschaft/Reinigung
Für unsere Villa in Baar ZG suchen wir per 1.September 2oo3 oder nach Vereinbarung eine fröhliche, warmherzige und sehr zuverlässige Haushälterin/Kinderbetreuerin. Ihr Aufgabengebiet umfasst: einkaufen, kochen, waschen, bügeln, saubermachen, Umgang mit Wertgegenständen, bei Bedarf servieren und die Betreuung der schulpflichtigen (7 und 9 J.) Kinder. Dazu kommen Hauswartung/Koordination und Reisebegleitung. Sie sind zwischen 25 und 55 Jahre jung, haben gute Umgangsformen, sind deutscher Muttersprache (Franz. u. Engl. von Vorteil), Nichtraucherin, können schwimmen und verfügen über ausgewiesene Erfahrung auf diesem Gebiet. 100%-ige Flexibilität und ein ausgezeichneter Leumund sind ein Muss. Wir sind eine aufgestellte Familie und freuen uns sehr auf Ihren detaillierten Lebenslauf mit Salärvorstellungen an Chiffre TE1 48E Tages-Anzeiger, 8021 Zürich.

***Der potentielle Bewerber hat zweifellos das Glück, dass für die Anstellung neben der Deutsche Muttersprache nicht noch die Englische-, und die Französische Muttersprache ein "Muss" ist
(Anmerkung ecet)

Politik

Genügen die Deutschkenntnisse?
Der neue Mister Schweiz, Robert Ismajlovic, hat im Zürcher Verfassungsrat bei der Beratung des Integrationsartikels kurz zu reden gegeben. Genügt sein Deutsch? Den Mann mit kroatischen Wurzeln in die Diskussion gebracht hat Hans Fehr (SVP, Eglisau). Der neue Mister Schweiz sei offensichtlich sympathisch und schön sagte Fehr. Der Auns-Geschäftsführer* hat aber, wie er bedauerte, «leider festgestellt, dass der Mann nicht richtig Deutsch kann». Die Replik von linker Seite kam umgehend, und zwar von Lehrer Urs Loppacher (SP, Zürich): «Herr Fehr, ich werde mich gern mit Ihnen über die unzähligen Akkusativ Fehler in der SVP-Fraktion unterhalten.» Der Verfassungsrat spricht in den Verhandlungen Hochdeutsch. (SDA)

*Auns: "Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz" (ecet)




 
 Fredi  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-14 19:18   
Ich gebe zu ich bin reingefallen. Realität und Satire sind so nah, dass man unheimlich schwierig zu unterscheiden ist. Witzig sind die beiden am wenigsten.
 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-13 23:29   
Liebe Leute

Der aus dem Tages-Anzeiger entnommene Artikel is eine Glosse.
Ich dachte auch mangels tieferen Kentnisse des Flugrechten-Streits zwischen der Schweiz und Baden-Württemberg sei der Kommentar witzig genug

 
 Fredi  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-11 19:39   
Kedves Zsuzsa, kedves Ecet,

Zsuzsa: a versed aranyos, de nem látom az összefüggést. Csak nem akarod Svájcot a Balkánhotz hasonlítani ? Ott, még azért nem állnak. OK Erdély sem Balkán, de még lehet az.
Ecet: szerencsére a svájci parlamentnek több esze volt.

 
 Ferencz Zsuzsanna  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-11 17:23   
Hab mich an ein saechsiches Gedicht aus der Kindheit erinnert:
Wo Asien an Europa grenzt,
wo jedes Kind die Schule schwaenzt,
wo wir alle Polanta würgen,
dort ist meine Heimat, Siebenbürgen.

 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-05-09 08:45   
ENDLICH KRIEG GEGEN DEUTSCHE


Von jean-Martin Büttner, Bern

Es gibt noch Patrioten in diesem Land, in dem Patriotismus nichts mehr zählt, Neutralität nichts mehr gilt und die Presse dem linksextremen Bundesrat ergeben ist - mit Ausnahme allenfalls der «Schweizer Zeit» oder der «Weltwoche», die sich, als letzte publizistische Widerstandsnester, gegen den Plünderstaat und seine Vasallen zur Wehr setzen.
Als einer der letzten Aufrechten im Land wirkt ferner Ueli Maurer, der als Präsident der Schweizerischen Volkspartei das Schweizersein in den Genen trägt. Am Mittwochabend nun hat Maurer dem Volk via das Schweizer Fernsehen bedeutet, was so viele denken oder denken würden, wenn sie denken könnten. Dass nämlich Deutschland die Schweiz beim Luftverkehr dermassen schikaniere, dass die Schweiz darob mit Deutschland «einen Krieg riskieren» müsse.

Jahrzehntelang verhallt

Wie Recht er doch hat. Dass die süddeutsche Bevölkerung gegen den Schweizer Fluglärm über deutschem Hoheitsgebiet anprotestierte, hätte die Schweizer Regierung niemals beeindrucken dürfen, bloss weil der Protest ein paar Jahrzehnte lang verhallte. Dass umgekehrt die bürgerliche Parlamentsmehrheit das Luftverkehrsabkommen mit Deutschland als Knebelvertrag zurückwies, muss als staatsmännischer Akt gewertet werden. Zwar sah das Abkommen weniger strenge Einschränkungen vor als die von den Deutschen angedrohte und jetzt realisierte Verfügung, aber egal: Wir wollen jetzt den Krieg riskieren.
Konkret fordert Maurers Partei in zwei Motionen, den deutschen Transitverkehr zu kontingentieren, die Schweizer Umfahrung von Waldshut zu sistieren und den Gotthard für deutsche Last- und Wohnwagen gleich ganz zuzumachen, jedenfalls so lange, bis Gerhard Schröder auf Ueli Maurer hört.


Schnelles Eskalieren

Bloss. Ist das schon alles? Unter einem Krieg steIlen wir uns etwas Beherzteres vor. Ein Krieg wird nicht über Kontingente und Umfahrungsstrassen geführt. Wer nach einem Krieg ruft, sollte mehr zu bieten haben als parlamentarische Motionen, zumal der zur Überheblichkeit neigende Germane, man weiss es, sowieso nicht auf die Kleinen hört.
In diesem Sinne verlangen wir eine schnelle Eskalation der Kriegshandlungen. Erst die verbalen Attacken gegen den Deutschen an sich, dann die gezielte Diskriminierung deutscher Staatsbürger im Alltag und schliesslich eine nach oben offene Abschussquote für Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen, wahlweise auf alle EU-Bürger auszudehnen. Und nachdem die ersten, tief gestaffelten Panzerbrigaden von Samuel Schmid in den süddeutschen Raum vorgedrungen sind und den Waldshutern die Schweizer F/A-i8-Flieger um die Balkone fliegen, wenn der Deutsche darniederliegt und seine Brüsseler Verbündeten in Ehrfurcht verharren - dann wird Europa realisieren, dass man die Schweiz nicht ungestraft daran hindert, sich selbst zu sein.

TAGES-ANZEIGER- Freitag, 9. Mai 2003

 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-04-14 11:06   
"Traubi Szoda" konszern megveszi a (volt)Swissair-t. A "Turo Rudi" cég titkos àrajànlatot küldött a NESTLE-nek.


In Ungarn boomen Nostalgie Produkte. Jetzt interessieren sich auch Weltkonzerne für das lukrative Geschäft.

Von Geza Molnar, Budapest (AFP)


«Traubi» sitzt Coca-Cola und Pepsi im Nacken: Der Softdrink aus weissen Weintrauben und Wasser hat es in den vergangenen zwei Jahren in Ungarn auf Platz drei hinter den beiden braunen amerikanischen Limonaden gebracht - nicht allein wegen des Geschmacks. Wer in ungarischen Läden nach den grünen Fläschchen mit dem weissen Schriftzug Traubisoda greift, kauft auch ein Stück Vergangenheit. Das Getränk ist eine neu aufgelegte Marke aus der Zeit des Eisernen Vorhangs. -


Erinnerung an die alten Produkte

Politisch sehnen sich die Ungarn kaum in die alte Zeit. Trotzdem ist die Nostalgiewelle enorm. So trägt eine der populärsten Radiosendungen den ironischen Titel «Zu Kadars Zeiten war noch alles in Ordnung». Janos Kadar, Ex-Chef der Kommunistischen Partei Ungarns, starb im Jahre 1989. Die Lust auf die Alt-Marken ist denn auch eher emotional als ideologisch: «Unsere Studien zeigen, dass es die grösste Nostalgie unter den Menschen gibt, die in den Achtziger Jahren Teenager waren», sagt Traubisoda-Marketingchef Bela Szemen. Sie hätten die schlechten Seiten des Regimes nicht erlebt und erinnerten sich einfach gerne an die alten Produkte.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hatten die Vorwende-Marken in Ungarn wie überall in Osteuropa keine Chance mehr. So verschwand «Traubi» 1990 aus den Läden. Drei Jahre später kaufte der Geschäftsmann Salomon Berkowitz die Marke und brachte sie wieder auf den Markt. Erst im Jahr 2001 entwickelte sie sich aber zu einem Verkaufsschlager.
Während sich die «Ostalgie» in anderen Ländern weit gehend auf Liebhaberläden mit alten Produkten beschränkt, ist sie in Ungarn ein Massenphänomen. Dies ist auch den grossen internationalen Konzernen nicht verborgen geblieben: Im Jahr 2000 kaufte das amerikanische Untenehmen Sara Lee die Kosmetik-Marke Gabi Baba, die zu diesem Zeitpunkt fast vom Markt verschwunden war. Das Produkt, das heute wieder in der alten Verpackung verkauft wird, läuft sehr gut, wie der Ex Marketingchef Lorincz Gyongyver sagt.


Tradition schlägt Moderne

Besonders scharf waren die internationalen Konzerne auf den aus Kommunisten-Zeiten bekannten Schokoriegel «Turo Rudi». Sowohl der französische Danone Konzern als auch das niederländische Unternehmen Nutricia stürzten sich darauf Die Holländer behielten das alte Design bei, die Franzosen versuchten sich an einer aufgepeppten Neuversion. Das Ergebnis passt ins Bild: Die klassische Version verkaufe sich einfach besser, gibt Peter Szente, Chef von Danone Ungarn, zu.


 
 elckerlyck  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-04-08 17:45   
Scheint ein globales Problem zu sein: der stärkere Hund darf erst ran. Wir bewegen uns unverhinderlich zu einer Urgesellschaft, wo Recht nur ein Traum einiger Utopisten bleiben wird.
 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-04-08 08:00   
http://www.uni-mobbing.ch

http://www.sapere-aude.ch/

 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-04-08 07:35   

Beobachter 7/03


Universität Zürich: Intrigieren geht über Studieren

Filz, Mobbing, Einschüchterungsversuche: Gegen die Universität Zürich werden schwere Vorwürfe erhoben. Der Ruf der akademischen Stätte droht ernsthaft Schaden zu nehmen.

Von Thomas Buomberger
Bild: Gian Vaitl


Titelbetrug, Einschüchterung und Mobbing: Die Universität Zürich sorgt in akademischen Kreisen für Unruhe. Bereits warnt der Deutsche Hochschulverband (DHV) seine Mitglieder davor, einen Lehrauftrag in der Schweiz anzunehmen. «Eine Berufung in die Schweiz ist mit einem Risiko behaftet, und dieses ist in den letzten Jahren grösser geworden», sagt DHV-Geschäftsführer Michael Hartmer.

Aktiv wurde der DHV wegen des Falls der Theologin Ellen Stubbe. 1997 gab die Professorin für Praktische Theologie eine Lebensstelle in Hamburg auf und wechselte an die Uni Zürich – ein folgenschwerer Fehler. Wenig vertraut mit den Netzwerken und Männerfreundschaften an der Fakultät, stiess die stellvertretende Dekanin und einzige weibliche Professorin bei den Fakultätsangehörigen auf wenig Gegenliebe. Es kam zu internen Konflikten, die der später beigezogene Basler Rechtsprofessor Günter Stratenwerth als völlig normal für jede Universität bezeichnete. Ende 2000 beantragte der damalige Dekan, Ingolf U. Dalferth, beim Rektor ein Verfahren zur Überprüfung der Amtsfähigkeit der angefeindeten Theologin.

Wie aus einem billigen Roman
Die Behandlung Stubbes durch die Unileitung habe jeglicher Rechtsstaatlichkeit gespottet, blickt der mittlerweile pensionierte Rechtsprofessor Hans Ulrich Walder zurück. Im Rahmen dieses «Feldzugs gegen die Professorin», wie er es ausdrückt, seien sechs Verfahren eingeleitet worden – das erste kurz nachdem die Theologin lebensgefährlich an Krebs erkrankt war. Die Frau sei zeitweise so schwach gewesen, dass sie sich kaum um eine Rechtsvertretung habe kümmern können.

Ende Januar 2003 folgte der Rausschmiss. Offiziell begründet wurde Stubbes «unverschuldete Kündigung» mit dem angeblich «zerrütteten Vertrauensverhältnis». Der Zürcher Bildungsdirektor Ernst Buschor beschuldigte die Theologin zudem, sie habe ihre Betreuungspflichten vernachlässigt – ein Vorwurf, der in den diversen Verfahren nie erhoben wurde.

Grund für die Kündigung der bei den Studenten beliebten Professorin sei ein anderer gewesen, sagen Insider. Stubbe habe Pech gehabt, dass man sie nur als Platzhalterin geholt habe. Seit längerem sei ein anderer Anwärter auf die Professur bereitgestanden. Bei Stubbes Antritt ist er allerdings noch nicht habilitiert gewesen.

Zum Verhängnis wurde der Theologin eine Auseinandersetzung mit ihrer Assistentin. Gegen Ende der dreijährigen Assistenzzeit präsentierte die Mitarbeiterin ihrer Chefin das Inhaltsverzeichnis ihrer Dissertation, das Stubbe als Abschrift entlarvte. Was folgte, könnte einem schlechten Roman entstammen. Der Assistentin gelang es, in den Besitz von vier persönlichen Briefen Stubbes an einen ihr sympathischen Mann zu gelangen; die Assistentin war inzwischen selber eine engere Beziehung mit dem Mann eingegangen.

Diese Briefe wurden widerrechtlich zu den Akten gelegt und gegen Stubbe verwendet – was der kantonale Datenschutzbeauftragte als unrechtmässig bezeichnete. «In der Zwischenzeit haben vermutlich alle diese Briefe gelesen. Ich wundere mich, dass sie noch nicht vergrössert am Anschlagbrett hängen», sagt Stubbe sarkastisch. Die Assistentin, die sich selber als Mobbingopfer darstellte, erhielt von der Theologischen Fakultät anschliessend ein Forschungsstipendium.

Am 12. März hat Ellen Stubbe die Kündigung beim Verwaltungsgericht Zürich als missbräuchlich angefochten. «Frau Stubbe wurde auf gravierende Weise wiederholt das rechtliche Gehör verweigert», begründet ihr Rechtsanwalt Daniel Vischer den Rekurs. Der Fall füllt mittlerweile mehrere Aktenordner. Die Querelen an der Universität kosteten den Kanton einige 100000 Franken. Nun droht der Uni auch noch eine Klage wegen Rufschädigung. Stubbes akademischer Ruf ist durch die Kündigung schwer angeschlagen.

«Wie ein Schulbub behandelt»
«Alle Verfahrensregeln wurden in diesem Fall missachtet», kritisiert Hans Ulrich Walder. So sei ihm etwa von Unirektor Hans Weder eröffnet worden, dass seine Briefe nicht mehr geöffnet würden – was auf eine Verweigerung des Rechtsbeistands hinauslief. Hans Ulrich Walder, der 30 Jahre an der Uni Zürich gewirkt hat, fühlt sich «behandelt wie ein Schulbub, dem man eines auf sein freches Maul gibt».

Auch in einem anderen Fall wurde ein engagierter Professor von der Universitätsleitung mundtot gemacht. Der vor einem Jahr emeritierte Onkologe Christian Sauter war Mitglied der Medizinischen Fakultät, als 1998 der Deutsche Rainer W. Grüssner zum Leiter der Klinik für Viszeralchirurgie gewählt wurde. Sauter hatte von Anfang an Zweifel an den Fähigkeiten Grüssners, worin er später auch bestätigt wurde. «Kurz nach seinem Amtsantritt kamen verschiedene Ärzte zu mir und beklagten sich über ihn. Seine besten Operateure verbannte er ins Büro», schildert Sauter das damalige Klima. Wegen gravierender Führungsprobleme musste Grüssner das Unispital bereits nach einem Jahr wieder verlassen – versehen mit 1,2 Millionen Franken Abfindung aus der Staatskasse.

Der reichlich Belohnte war auch ein Titelschwindler. Von einem Bekannten wurde Sauter darauf hingewiesen, dass Grüssner in den USA zu Unrecht den Titel eines «Ph. D.» verwendete. Auch bezüglich Grüssners Operationskatalog hatte Sauter Zweifel. Er begann zu recherchieren. Doch das passte der Unileitung nicht. Der Dekan liess Sauter wissen, dass er «eigenständige Nachforschungen unterlassen» solle; das sei Sache des Dekans. Dieser unternahm jedoch nichts.

Gezielte Verunglimpfungen
Sauter liess sich keinen Maulkorb verpassen. An Fakultätssitzungen musste er sich deshalb Ausdrücke wie «Eiterbeule», «Antidemokrat» oder «Promotor totalitärer Prinzipien» anhören. Schliesslich erhielt er einen Verweis, weil er die Anordnungen seines Vorgesetzten nicht beachtet habe. Doch in der Sache hatte er Recht: Auf der Website der Universität Minnesota wurde Grüssners falscher Titel bald gelöscht.

Der Verweis hatte böse Folgen für Sauter: Der Lohnstufenanstieg wurde ihm verweigert, was eine Kürzung seiner Rente bedeutet. «Bis an mein Lebensende werde ich jeden Monat bei der Auszahlung der Pension an diesen Fall erinnert.» Sauter hätte den Verweis noch beim Bundesgericht anfechten können, nachdem sich der Zürcher Regierungsrat als unzuständig erklärt hatte. Er verzichtete darauf, weil ihn die ganze Sache bereits 40000 Franken gekostet hatte.

Es war nicht der einzige Fall von Titelschwindel, den Sauter aufdeckte. Anfang Februar 2000 hatte er den Rechtsdienst der Uni Zürich darauf aufmerksam gemacht, dass Professor Felix Lutz, der Leiter des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, sich mit einem falschen Titel schmückte. «Nach der heutigen Usanz in den USA hätte Professor Lutz nur wenige Tage Zeit, freiwillig von seinem Posten zurückzutreten», schrieb Sauter und beklagte sich, dass es der Dekan abgelehnt habe, diesen Fall an der Fakultätssitzung zu traktandieren.

Ein paar Monate später protestierte Sauter erneut in einem Schreiben: «Lutz publizierte auch im Jahre 2000 mit dem betrogenen ‹Ph. D.›. Die Universität ist offensichtlich nicht in der Lage durchzugreifen.» Das schien zu nützen: Lutz wurde freigestellt. Der Entlassung kam er zuvor, indem er von sich aus das Arbeitsverhältnis auf Februar 2002 auflöste.

Einen Monat später erschoss Lutz sich und seine Ehefrau in einem Kieswerk im Prättigau. Eine Tat, die in einem Zusammenhang mit weiteren Unregelmässigkeiten stehen könnte: Noch immer ermittelt die Bezirksanwaltschaft Zürich V wegen mutmasslicher Finanzdelikte, in die weitere Universitätsangehörige verwickelt sein könnten. Die Rede ist von Millionenbeträgen aus Forschungsfonds, die ins Ausland verschoben sein sollen.

Auch Karl Spühler machte schlechte Erfahrungen mit der Universitätsführung. Der Rechtsprofessor und ehemalige Bundesrichter war vor gut drei Jahren Präsident einer Expertenkommission, die einen Entwurf für ein Rekursrecht erarbeitete. Der Inhalt des Papiers war brisant: Spühler schlug die Schaffung einer von Universität und Bildungsdirektion unabhängigen Rekursinstanz vor, wie es dem Standard der meisten Unis entspricht.

Als Spühler nach den Neujahrsferien im Januar 2000 in sein Büro kam, bemerkte er, dass wichtige Unterlagen seiner Vorarbeiten entwendet worden waren. Er meldete den Einbruch dem Universitätssicherheitsdienst. Doch dieser traf erst drei Tage später ein – Spuren liessen sich nicht mehr finden. Dafür installierte der Sicherheitsdienst eine Überwachungskamera in Spühlers Büro – für den Fall, dass Ähnliches nochmals passieren sollte. Tatsächlich wurde erneut eingebrochen – doch just in dieser Nacht versagte die Kamera ihren Dienst.

Der damalige Rektor richtete den Verdacht auf eine an Spühlers Lehrstuhl tätige Assistentin. Diese hatte zusammen mit Spühler den Entwurf für die Rekurskommission erarbeitet. Obwohl die Verdächtigte gar nicht hätte einbrechen müssen, da sie ohnehin Zugang zu allen Dokumenten und Infos hatte, leitete die Zürcher Justiz ein Strafverfahren gegen sie und zwei weitere Personen ein.

Auch auf einer anderen Ebene trieben die Verdächtigungen eigenartige Blüten: Spühler wurde unterstellt, mit seiner Assistentin mehr als nur berufliche Beziehungen zu haben.

«Professionell» beschattet
In dieser Zeit widerfuhr der Assistentin Seltsames: Plötzlich funktionierte ihr Telefon nicht mehr – weder im Büro noch zu Hause. Auch wurde sie «auf professionelle Art» beschattet. Sie fühlte sich zunehmend bedroht, so dass sie aus ihrer Wohnung in eine Wohngemeinschaft zog. Auch traute sie sich während Wochen nicht mehr allein auf die Strasse.

Das Strafverfahren wurde nach einigen Monaten eingestellt. Die Hintergründe des Einbruchs sind bis heute unklar. Kurze Zeit später schuf die Universitätsleitung eine Rekurskommission, die – anders als in Spühlers Expertise vorgeschlagen – nicht unabhängig ist. Spühlers Kommentar: «Punkto Rekurswesen steht die Universität Zürich von allen Universitäten in der Schweiz praktisch am Schluss.»

Gegenüber dem Beobachter lehnte Rektor Hans Weder eine Stellungnahme zu all diesen Ereignissen ab. Kein Blatt vor den Mund nimmt hingegen Hans Ulrich Walder: «An der Uni Zürich herrscht eine Erscheinungsform des neuen Absolutismus, der sich in unserer Gesellschaft ausbreitet: Man darf nicht mehr sagen, was man will, ohne diszipliniert zu werden.»

 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2003-01-29 11:25   
DIE GENIALITÄT DES MITTELMASSES
Eine Hymne auf die Schweiz
(Auszug)

Biederkeit, Mittelmass, Langsamkeit – die beliebtesten Klischeevorwürfe an die Schweiz zeugen von einem tief wurzelnden Missverständnis. Was sich bei oberflächlicher Betrachtung als schwäche erweist, ist im Grunde eine Qualität. Gedanken zur Genialität des Schweizer Mittelmasses*.

"War der Schweizer einfach schlauer? Während sich das europäische Umland im Weltbürgerkrieg der Ideologien in Schutt und Asche legte, verfestigte sich die Schweiz zu einem Korallenriff der Stabilität. Diese Tendenz zum Soliden, Wetterfesten, Unspektakulären hat dem Land periodisch den Vorwurf der Mittelmässigkeit eingetragen. Nichts wäre falscher: Gerade ihr Mittelmass macht die Genialität unserer politischen Kultur aus".

""Langsamkeit bedeutet ( ...) zunächst einmal die Verringerung der Fehlerwahrscheinlichkeit. Der Schweizer scheut zurück vor grossen, einsamen Entscheiden ( ...) Aus grossen Schritten resultieren meistens grosse Irrtümer".

"Kein Land der Welt dürfte mit hochwertigeren Ampeln, Tunnelbeleuchtungen und Strassenlaternen ausgerüstet sein. Würde die Schweiz ihr Arsenal an Verkehrstafeln und genormten Randsteinen ins Ausland verkaufen, könnte man vom Erlös wohl mühelos ein paar Jahre leben. Die stillen Reserven, die sich über die Jahre angehäuft haben, sind Ausdruck dieser Sehnsucht nach einer stabilen Grundlage, auf der die kommenden Generationen bauen können".

"Die Genialitätsanmassung, die jeder schöpferische Akt erfordert, liegt dem Schweizer nicht. Stattdessen bringt er es zu höchster Meisterschaft in Disziplinen, wo die Werte der Präzision, der Qualität und des Soliden herrschen".

"Die Schweizer können genial sein, aber sie sind es im handfesten, bodennahen Sinn. Wir haben brillante Dokumentarfilmer, Kameraleute und Filmhandwerker. In der Architektur gehört die Schweiz als Innovationszentrum zur Weltspitze. Ein Kleiderfabrikant wie Calida produziert die weltweit vermutlich stabilsten Herrenunterhosen. (sic!)
An unserem Armeesackmesser allein liesse sich eine Mentalitätsgeschichte des Schweizer Qualitätsbegriffs erzählen. in der Herstellung von industriell hochwertigen Radarfallen und Hörgeräten hat das Land längst internationale Vormachtstellungen inne.

"Was dem Schweizer an fiktionaler Kraft abgeht, macht er wett durch seine Fähigkeit zur Selbstbefragung. Er zaudert, zögert, denkt nach. Während der Achtzigerjahre war Zürich ein Mekka der internationalen Psychoanalyse. Tausende liessen sich auf dem Sofa die Seele zerlegen. Auf persönlicher Ebene spiegelte sich so, was das Erfolgsmodell des Landes insgesamt ausmacht: die Bereitschaft, sich dem endlosen Gespräch auszusetzen. Darin liegt der Sinn der traditionsnahen Schweizer Langsamkeit, die dem Schnellschussdenken die Einsicht voraus hat, dass aus der vertiefenden Diskussion die besseren Resultate folgen".

"Die Schweizer mussten sich zu lange erklären lassen, dass «die Geschichte der Eidgenossenschaft eine Chronik der Verhüllungen, Auslassungen und des Nicht-Wahrhaben-Wollens» sei (Peter Kamber). Man wurde es langsam leid, den immer gleichen Song zu hören von Filz, Geranienfaschismus und Nazis in Nadelstreifen. Auschwitz liegt weder in der Schweiz, noch hat das Land mit seiner Kreditpolitik den Zweiten Weltkrieg verlängert".

"Nichts anderes steckt hinter der weitverbreiteten EU-Skepsis in der deutschen Schweiz. Offensichtlich tun wir uns mit Europa deshalb so schwer, weil es noch immer nicht wirklich einleuchtet, warum wir uns von einem Modell verabschieden sollen, das bis heute von beträchtlichem Nutzen war. Wir zweifeln, schauen zu und warten ab. Wenn der Leidensdruck steigt, werden Lösungen folgen. Das ist gut und war schon immer so".


NEEIN LIEBE LANDSLEUTE! DAS IST HIER KEIN WITZ AUS DEM NEBELSPALTER. DAS IST EIN ARTIKEL AUS DEM SERIÖSEN FÜDLIBÜRGER -ANZEIGER

 
 ecet  módosítás |   válasz erre |   profil |  2002-12-20 16:33   
Boldog, Békés Karácsonyi Ünnepeket, és Boldog Újévet Kívánok Mindenkinek...

 
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